Formel · WiSo & Vertragsrecht
Preiselastizität der Nachfrage
Die Preiselastizität der Nachfrage gibt an, um wie viel Prozent sich die nachgefragte Menge ändert, wenn sich der Preis um ein Prozent ändert.
prozentuale Mengenänderung ÷ prozentuale Preisänderung
Betrag > 1 = elastisch, < 1 = unelastisch.
Preiselastizität der Nachfrage berechnen: Beispiel und Rechner
Beispiel — gegeben: Preis vorher 10,00 €, Preis nachher 11,00 €, Absatzmenge vorher 1.000 Stück, Absatzmenge nachher 850 Stück.
Rechenweg
- Mengenänderung: (850 − 1.000) ÷ 1.000 × 100 = −15 %
- Preisänderung: (11,00 € − 10,00 €) ÷ 10,00 € × 100 = 10 %
- Elastizität: −15 % ÷ 10 % = −1,5
Ergebnis Preiselastizität = −1,5
Betrag über 1: elastische Nachfrage — die Menge reagiert stärker als der Preis.
Typische Fehler bei Preiselastizität der Nachfrage
- Absolute statt prozentuale Änderungen einsetzen.
- Zähler und Nenner vertauschen: Es heißt Mengenänderung ÷ Preisänderung.
- Das negative Vorzeichen falsch deuten — für die Einteilung in elastisch und unelastisch zählt der Betrag.
Elastisch oder unelastisch?
Ist der Betrag größer als 1, ist die Nachfrage elastisch: Eine Preiserhöhung senkt den Umsatz, weil die Menge überproportional zurückgeht. Ist er kleiner als 1, ist sie unelastisch: Eine Preiserhöhung steigert den Umsatz. Unelastisch sind typischerweise Güter des Grundbedarfs ohne gute Alternativen, elastisch Güter mit vielen Ersatzprodukten.
Wo Preiselastizität der Nachfrage in der Prüfung vorkommt
Die Formel gehört zu Lernfeld 3: Kundenaufträge bearbeiten und überwachen und Lernfeld 11: Geschäftsprozesse an gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausrichten. Kundenanfragen kundenorientiert bearbeiten, Kaufverträge schließen und den Auftrag bis zur Erfüllung überwachen.
In der Abschlussprüfung gehört das zum Stoff von Lernfeld 3 (Teil 1) und Lernfeld 11 (WiSo). Aufbau und Inhalte der Prüfungsbereiche: Abschlussprüfung Teil 1 · AP2 · Marketing, Vertrieb & Personal · Wirtschafts- & Sozialkunde.
Die Begriffe dazu
- Arten der Arbeitslosigkeit
- Konjunkturell: Nachfrageschwäche. Strukturell: Bedarf passt nicht zu Qualifikation. Friktionell: Wechselzeiten zwischen Jobs. Saisonal: witterungsbedingt (Bau, Tourismus). Verdeckte: Schwarzarbeit, Unterbeschäftigung.
- Bedarf vs. Nachfrage
- Bedarf = Bedürfnis + Kaufkraft (innere Voraussetzung). Nachfrage = Bedarf, der auf den Markt tritt (am Markt wirksamer Bedarf). Aus Nachfrage entstehen die Marktpreise im Zusammenspiel mit dem Angebot.
- Marktformen — neun Kombinationen
- Anbieter × Nachfrager je viele/wenige/einer. Z. B. Polypol (viele × viele), Angebotsoligopol (wenige × viele), Monopol (einer × viele), Nachfragemonopol (viele × einer). Bestimmen Preisbildungs- und Wettbewerbsverhalten.
- Gleichgewichtspreis — Definition
- Preis, bei dem die nachgefragte Menge der angebotenen entspricht (Angebotskurve schneidet Nachfragekurve). Bei höheren Preisen entsteht ein Angebotsüberhang, bei niedrigeren ein Nachfrageüberhang. Tendiert zum Gleichgewicht zurück.
- Angebots- vs. nachfrageorientierte Politik
- Angebotsorientiert (neoklassisch): Senkung von Steuern und Abgaben, Deregulierung — Unternehmen sollen mehr investieren. Nachfrageorientiert (keynesianisch): höhere Staatsausgaben, niedrige Zinsen, höhere Sozialleistungen — Konsum ankurbeln.
Damit üben
Zu diesem Lernfeld liegen im Trainer 33 Aufgaben mit Musterlösung bereit — ein Ausschnitt:
- Rechts- und Geschäftsfähigkeit natürlicher Personen
- Verjährungsfrist eines Kaufpreisanspruchs ermitteln
- Formvorschriften beim Grundstückskauf
- Sachmängelhaftung bei Verbrauchsgüterkauf verkürzen
- Juristische vs. natürliche Person identifizieren
- Kaufvertrag-Zustandekommen bei freibleibendem Angebot
- AGB — Einbeziehung und Wirksamkeitsvoraussetzungen
- Mängelrüge nach § 377 HGB bei Falschlieferung
Verwandte Formeln
- Verzugszinsen
Betrag × Zinssatz × Tage ÷ 360 - Skonto-Effektivverzinsung
Skontosatz × 360 ÷ (Zahlungsziel − Skontofrist)
Häufige Fragen
Wie lautet die Formel für Preiselastizität der Nachfrage?
Preiselastizität der Nachfrage: prozentuale Mengenänderung ÷ prozentuale Preisänderung — Betrag > 1 = elastisch, < 1 = unelastisch.
Wie sieht ein Rechenbeispiel für Preiselastizität der Nachfrage aus?
Gegeben: Preis vorher 10,00 €, Preis nachher 11,00 €, Absatzmenge vorher 1.000 Stück, Absatzmenge nachher 850 Stück. Rechenweg: Mengenänderung: (850 − 1.000) ÷ 1.000 × 100 = −15 %; Preisänderung: (11,00 € − 10,00 €) ÷ 10,00 € × 100 = 10 %; Elastizität: −15 % ÷ 10 % = −1,5. Ergebnis: Preiselastizität = −1,5.
Wann ist die Nachfrage elastisch?
Ist der Betrag größer als 1, ist die Nachfrage elastisch: Eine Preiserhöhung senkt den Umsatz, weil die Menge überproportional zurückgeht. Ist er kleiner als 1, ist sie unelastisch: Eine Preiserhöhung steigert den Umsatz. Unelastisch sind typischerweise Güter des Grundbedarfs ohne gute Alternativen, elastisch Güter mit vielen Ersatzprodukten.
Welche Fehler passieren bei Preiselastizität der Nachfrage häufig?
Absolute statt prozentuale Änderungen einsetzen. Zähler und Nenner vertauschen: Es heißt Mengenänderung ÷ Preisänderung. Das negative Vorzeichen falsch deuten — für die Einteilung in elastisch und unelastisch zählt der Betrag.
In welchem Lernfeld kommt Preiselastizität der Nachfrage vor?
Die Formel gehört zu Lernfeld 3 „Kundenaufträge bearbeiten und überwachen“ (1. Ausbildungsjahr, Prüfungsbereich Teil 1) und Lernfeld 11 „Geschäftsprozesse an gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausrichten“ (3. Ausbildungsjahr, Prüfungsbereich WiSo).
Welche Formeln gehören noch zu WiSo & Vertragsrecht?
Zum Bereich WiSo & Vertragsrecht zählen außerdem: Verzugszinsen, Skonto-Effektivverzinsung.
Rechnen statt nachschlagen
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